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Dr. med. Rainer K. Liedtke
Das wichtigste Neue zu
Arzneimitteln und Medizin

Alzheimer Demenz – Schutz durch Omega-3-Fettsäuren

May 12, 2012

Eine neue Studie fand, dass erhöhter Konsum von mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren deutlich mit einem niedrigeren Blutspiegel von Beta-Amyloid bei älteren Menschen ohne Alzheimer Demenz in Verbindung stand. Ablagerungen („Plaques“) von Amyloid finden sich ja vermehrt im Gehirn bei Alzheimer. Die Autoren bringen daher den Konsum von Omega-3 Fettsäuren auch mit einem geringeren Risiko zu Alzheimer-Krankheit und langsamerem kognitiven Verfall in Verbindung.

Diabetes Risiko – Vielfalt an Obst und Gemüse ist wichtig

May 7, 2012

Nach einer neuen Studie zu Ernährungsgewohnheiten hat, unabhängig von der konsumierten Menge, auch die Vielfalt von Obst und Gemüse einen Einfluss auf das Risiko an Typ-2-Diabetes. Menschen, die am meisten Obst und Gemüse in einer Woche konsumierten hatten ein geringeres Risiko, an Typ-2-Diabetes im Vergleich zu jenen, die hiervon am wenigsten assen. Jedoch war auch, unabhängig von der verzehrten Menge, das Diabetes-Risiko ebenfalls niedriger bei jenen, die eine grössere Vielfalt an Obst und Gemüse konsumierten. Die Vielfalt könne insofern ein Schlüssel sein, da sie die Anzahl unterschiedlicher benötigter Nährstoffe erhöht.

Chronischer Ischias Schmerz – kein Effekt durch epidurale Injektionen

May 1, 2012

Eine neue Studie zeigte, dass die epidurale Injektion von Steroidhormonen oder die des Arthritis Medikamentes Etanercept im Vergleich zu Placebo nicht viel zusätzliche Linderung chronischer Ischias-Schmerzen (Ischialgie) bewirkte. So waren die Rücken- und Beinschmerzen, unabhängig welche Behandlung verabreicht wurde, nach einem Monat Behandlung in ähnlichem Ausmass verringert. Möglich, dass Patienten, die nur mit normalen Kochsalz behandelt wurden, gewisse Erleichterung bekamen weil die Injektion den Blutfluss in die Nervenwurzel erhöhte. Die derzeit hier aktuell wirksamsten Mittel scheinen nach wie vor geeignete Übungsprogramme.

Übergewicht in Schwangerschaft – begünstigt übergewichtige Kinder

Apr 26, 2012

Nach einer neuen Studie, die Daten von 4.321 Mutter-Kind Paaren analysierte, zeigten adipöse (Adipositas) Mütter mit übermässiger Gewichtszunahme während der Schwangerschaft fast 7mal häufiger Geburten eines großen Kindes, mit einem Risiko für eine Fetteibigkeit. Danach ist solch Übergewicht mit erhöhten Risiko für ein Kind mit einem künftigen Risikofaktor Adipositas verbunden. Solch Übergewicht kann somit Teil eines generationsübergreifenden Zyklus werden und sich Ernährung und Lebensstil der Mutter während der Schwangerschaft daher über mehr als nur die 9-monatige Schwangerschaft auswirken.

Vergrösserte Prostata – kein Effekt durch enzündungshemmende Schmerzmittel

Apr 18, 2012

Entstehung gutartiger Prostata-Vergrösserung (Prostatahyperplasie) und deren Folgen werden oft im Zusammenhang mit einer Entzündung gesehen. Dies suggeriert die Möglichkeit, dass Entzündungshemmer (Antiphlogistika) hier schützen können. Im Gegensatz zu einigen anderen Studien findet aber eine neue Studie an 4,771 Männern im Alter 55-74 Jahren, die über ihren regelmässigen Konsum an Schmerzmitteln wie Aspirin und Ibuprofen befragt wurden, keinen Beleg, dass hier solche sogenannte NSAID Antiphlogistika wirksam waren. So entwickelten ca. 31% der Männer während der nächsten 9 Jahre Prostata-Vergrösserungen, wobei aber dieser Anteil auch bei den ständigen NSAID Verbrauchern nicht geringer war.

Migräne bei Frauen – oft verbunden mit ‘Restless Legs Syndrom’

Apr 13, 2012

Nach Daten einer neuen Studie sind Migräne und das sogenannte restless legs syndrom oft miteinander verbunden. Dies basiert auf Aussagen von über 31.000 Frauen. Bei diesen fand sich in einem Zeitraum von 9 Jahren dass bei jenen mit Migräne auch das restless legs syndrome deutlich häufiger auftrat. Nach Ansicht der Autoren erscheint dies daher eine neue potenzielle Begleiterkrankung (“Komorbidität”) der Migräne, die ihrerseits noch zusätzlich wesentlich die Lebensqualität negativ beeinträchtigt. Bereits frühere andere Studien verwiesen auf diesen Zusammenhang.

Opioide bei ambulantem Eingriff – lösen oft langfristigen Konsum aus

Apr 8, 2012

Patienten nach ambulanten Operationen denen gegen postoperative Schmerzen Opioide verschrieben wurde sind auch ein Jahr später her noch eher Opioid-Konsumenten. Dies besagt eine neue Studie, die auf Auswertung von über 390.000 ambulant operierten Patienten basiert. Die Wahrscheinlichkeit bei Patienten mit Opioid-Verschreibung nach der OP zu Opioid Langzeit-Konsumenten zu werden war dabei ca. 44% höher als bei Nichtopioiden. Kodein war das am meist verschiebene Opioid gefolgt von Oxycodon.

Kurkuma – Therapie kindlicher Hirntumoren

Apr 4, 2012

Nach einer neuen Studie zeigt der Kurkuma Bestandteil Curcumin chemotherapeutische Eigenschaften. So belegte schon Laborforschung sein Potenzial menschliche Medulloblastom Zellen zu zerstören. Nun konnte man auch ein Protein als „Biomarker“ identifizieren welche Patienten auf Curcumin Therapie reagieren. Dieser Befund ist vielversprechend, da bis jetzt die Verlaufsprognose dieser kindlichen Hirntumoren schlecht ist, kaum effektive Behandlungen bestehen und die Kinder bei diesen oft unter erheblichen Nebenwirkungen leiden. Daher sollen nun klinische Studien mit Curcurmin eingeleitet werden.

Zuckerwasser für Frühgeborene – gegen leichten Schmerz?

Mar 30, 2012

Wenn es darum geht „Frühchen“ bei leichtem Schmerz zu beruhigen, scheint Zuckerwasser mindest so gut wie Muttermilch fand eine neue Studie. So zeigte sich, dass Zuckerwasser und Muttermilch ähnliche Auswirkungen auf die ‘Fersen-Schmerzen” von Frühchen während einer dortigen Blutentnahme zu haben scheinen. Die Zucker-Lösung schien sogar effektiver als Muttermilch: 60% der Frühgeborenen, die Zuckerwasser bekommen hatten, wiesen eine Punktzahl im „Minimal-Bereich“ Schmerz auf, gegenüber einem Viertel bei jenen Babys denen man hierbei Muttermilch gab.

Symptome im unteren Harntrakt bei Männern – Zusammenhang mit Alkohol-Konsum

Mar 26, 2012

In einer Studie mit Daten von mehr als 30.000 Männern (ohne Prostata-Erkrankung) zeigte der Konsum von Alkohol einen Zusammenhang mit deren Symptomen im unteren Harntrakt. So fand sich bei Gruppen mit Konsum bis 10 g/Alkohol/Tag sowie mit 20-30 g/Tag die geringste Rate mittlerer bis stärkerer Harn-Entleerungsstörungen (je ca.26%). Demgegenüber zeigten sich die höchsten Raten bei Alkohol-Abstinenzlerm oder jenen mit 40 g Alkohol und mehr /Tag (jeweils ca 31%). Hiernach könnte, gegenüber keinem oder hohem Alkoholkonsum, leichter oder mässiger Alkoholkonsum nützlich sein untere Harntrakt-Beschwerden zu bessern. Dieser Sachverhalt soll nun aber in weiteren Studien geklärt werden.

Schlaganfall Risiko bei Frauen – niedriger durch Zitrusfrüchte?

Mar 21, 2012

Die Aufnahme sogenannter Flavonoide, die sich in besonders hohen Mengen in Orangen und Grapefruit befinden, war bei Frauen mit einem um ca. 19% niedrigerem Risiko auf ischämischen Schlaganfall verbunden (Feb. 2012, in „Stroke)“. Obgleich Orangen die besten Quelle für Flavonoide sind werden sie jedoch meist als Fruchtsäfte eingenommen. Da diese aber oft Zucker enthalten können sie somit auch ein Diabetes Risiko steigern. Um den positiven Effekt zu nutzen wird daher ein vermehrter Verzehr von natürlichen Zitrus-Früchten statt von Säften empfohlen.

Schlaganfall – “Trans Fette” erhöhen Risiko

Mar 16, 2012

Nach einer neuen Analyse zeigten postmenopausale Frauen deren Ernährung hoch an sogenannten Trans-Fetten ist (z.B. durch frittierte Nahrung) ein höheres Risiko zu ischämischem Schlaganfall. Dies fand sich in einer mehrjährigen Untersuchung an über 87.000 Frauen, die bisher keine Vorgeschichte an Schlaganfall oder Hirn-Durchblutungsstörung hatten. Der Zusammenhang blieb auch bestehen wenn man weitere Aspekte wie Übergewicht, körperliche Aktivität, vegetarische Diät, Herz-Erkrankung oder einen Diabetes mit einbezog.

Übergewicht und tägliche Schmerzen sind verbunden

Mar 12, 2012

Kleinere Studien zeigten bereits einen Zusammenhang zwischen Fettsucht und selbst berichteten Schmerzen. Nun fand sich auch in einer Studie an über einer Million zufällig ausgewählter Amerikaner (die hierzu telefonisch befragt wurden)  eine Verbindung von Übergewicht und Schmerz. Solch eine Beziehung fand sich dabei sowohl für Männer wie Frauen und war verstärkt in höheren Altersgruppen. Der Befund legt somit nahe, dass allein schon Übergewicht Schmerzen verursachen kann, die unabhängig von der Anwesenheit anderer schmerzhafter Erkrankungen sind.

Kaffee – nicht mit chronischen Erkrankungen verbunden, aber weniger Diabetes

Mar 6, 2012

Nach einer neuen Studie zeigten Kaffee-Trinker kein höheres Risiko auf Herzerkrankungen, Schlaganfall oder Krebs, aber ein geringeres Risiko zu Typ 2 Diabetes. Die Ergebnisse stammen einer 9jährigen Studie zu 42.000 gesunden Deutschen Erwachsenen über deren Verhalten zu Kaffee Konsum, Diät und körperlichen Übungen. Hiernach waren die Raten bei Kaffee-Trinkern bezüglich Risiko auf eine Herzerkrankung, Schlaganfall oder Krebserkrankung gegenüber Nicht-Trinkern gleich. Demgegenüber fand sich bei häufigen Kaffee Konsumenten aber ein um ca. 23% geringeres Risiko einen Typ 2 Diabetes zu entwickeln.

Fettsucht – mit mehr Harnwegsinfektionen verbunden

Feb 29, 2012

Nach einer Studie ist Übergewicht (mit Body Mass Index bestimmt) bei beiden Geschlechtern mit  erhöhtem Risiko zu Harnwegsinfektion, einschließlich Entzündung Harnblase, verbunden. Hierzu untersuchte man die Zahl an Harnwegsinfektionen bei über 95.000 Personen aus einer Datenbank. Dabei fanden sich Harnwegsinfektionen ca. 2.5fach häufiger bei fettleibigen Personen als bei normalgewichtigen Personen und bei Frauen häufiger als bei Männern.

“Diät Soft Drinks” – verbunden mit mehr Herz-Kreislauf Ereignissen

Feb 25, 2012

Nach einer neuen Studie war der tägliche Konsum sogenannter “Diät Soft Drinks” mit verschiedenen Risikofaktoren für Blutgefässe wie auch gefässbedingten Ereignissen verbunden. Die Aussage beruht auf Untersuchung bei ca. 2.600 älteren Erwachsenen, die sich über ein Jahrzehnt erstreckte. Danach fand sich, dass tägliche Diät Soft Drink Konsumenten eine ca. 44% höhere Wahrscheinlichkeit hatten eine Herzattacke zu erleiden als Nicht-Trinker. Die Ursache hierfür ist noch unklar. Jedoch bestätigt der Befund auch einige frühere Studien, die gleichfalls bei regelmässigen “Diät Soda” Konsumenten eine höhere Wahrscheinlichkeit auf Herz-Kreislauf Risiko-Faktoren zeigten.

Schlaganfall Risiko – verbunden mit Luftverschmutzung

Feb 20, 2012

Luftverschmutzung in der Umgebung kann das Risiko zu akutem ischämischem Schlaganfall steigern. Eine Studie analysierte Daten von 1705 Patienten, die in einem medizinischen Zentrum mit ischämischem Schlaganfall aufgenommen waren sowie die Stunden in denen erste Schlaganfall-Symptome auftraten. Bei Vergleich mit den stündlichen Messungen der Luftschadstoffe aus einer Umwelt-Mess-Station fand sich, dass ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko nach ca. 12-14 Stunden ihren Höhepunkt erreichte nachdem in der Umgebungsluft die Schadstoffpartikel anstiegen. Das Schlaganfall Risiko war somit mit der Höhe der Partikel in der Umgebungsluft assoziiert.

Depression – lange Arbeitszeiten erhöhen Risiko

Feb 13, 2012

Überstunden scheinen ein Risikofaktor für Depression zu sein. Eine finnische Studie zeigte, dass Beamte, die 11 oder mehr Stunden am Tag gearbeitet hatten eine ca. 2,5-fach größeres Risiko auf eine depressive Episode hatten als deren Kollegen, die nur 7-8 Stunden pro Tag arbeiteten. Diese Befunde sind im im Einklang mit Beobachtungen anderer Studien. Sie können aber auch keine Erklärungen liefern warum lange Arbeitszeiten mit Depressionen assoziiert sind.

Lexikon Arzneimittel: “Antibiotika- Resistenz”

Feb 10, 2012

Antibiotika-Resistenz bezeichnet bei Bakterien deren “Widerstandsfähigkeit” gegen die zu ihrer Bekämpfung eingesetzte Medikamente, die Antibiotika. Diese sind daher gegen die Infektion durch die Bakterien nicht mehr ausreichend wirksam. Ursache solcher Resistenz-Enstehung kann ein zu freizügiger Umgang mit Antibiotika sein, u.a. zu sorgloser Einsatz bei Erkrankungen bei denen sie nicht wirken (z.B. bei Virus-Grippe) oder, dass Antibiotika vermehrt in Abwässer gelangen (z.B. in Krankenhäusern oder in Tierzuchtfarmen, die Antibiotika einsetzen). Dies führt dann bei den Bakterien zu einer genetischen Auslese mit neuen resistenten Formen.

Hinweis: Mehr Begriffe dieser “Patienten-Übersetzer” gibt es nun auch als interaktives e-Lexikon, auf Kindle oder für PC und Handys wie iPhone, downloadbar auch als englische Version

Schlaganfall Risiko – Verbindung zu „rotem“ Fleisch

Feb 6, 2012

Eine neue Studie zeigte, dass höherer Verbrauch an bearbeiteten wie auch unbearbeiteten rotem Fleisch mit erhöhtem Risiko für Schlaganfall verbunden ist. So fand sich bei einer langjährigen Beobachtung, dass hoher Verzehr von rotem Fleisch gegenüber geringeren Konsum, bereinigt um Ernährungs- und Risiko-Faktoren nichtdiätetischer Herz-Kreislauf Erkrankungen, ein höheres Risiko auf die Gesamtzahl an Schlaganfällen aufwies. Demgegenüber war der Konsum an Geflügel-Fleisch mit einem insgesamt niedrigeren Schlaganfall-Risiko verbunden