| Rainer K. Liedtke "Übrigens..." |
Satire: Stress zwischen Mann und Frau
July 28, 2010Es sind meist die täglichen “kleinen” Alltags-Streitigkeiten zwischen Mann und Frau die für viel Stress sorgen. Bei diesen Konflikten verhalten sich dann die Geschlechter auch deutlich unterschiedlich - was weitere Missverständnisse bewirkt. Dass es so ist hängt (neben anderen Einflüssen) mit unserer Evolution zusammen. So “programmierte” diese die “Gefühlswelten” unserer Gehirne etwas unterschiedlich. Anders gesagt: Mann und Frau sehen die gleiche Situation oft mit anderen Augen.
Daher habe ich in dem Buch „Zum artgerechten Umgang mit Frauen“ einmal über die biologischen Ursachen, aus Sicht von Erkenntnissen der Hirn-Forschung, spekuliert. Da Fachkenntnis nicht automatisch Humor verbietet, wurde es (wie schon vom Titel ersichtlich) nicht als ernster „Ratgeber“ sondern als Satire abgehandelt. (mehr…) . Wir haben ja schon genug Stress im Leben um nur alles so bitter ernst nehmen zu müssen. Immerhin lässt sich auch so ableiten, dass die Chancen für ein erfolgreiches Zusammenleben von Mann und Frau keineswegs hoffnungslos aussehen.
Cholesterin-Senkung – Neue Studien: kein vorbeugender Nutzen
July 27, 2010Die Behauptung Cholesterin-Senkung beugt “Herz-Risiko” vor hält auch weiterhin nicht stand. So summiert nun eine aktuelle wissenschaftliche Analyse mehrerer klinischer Studien (Arch Intern Med. (2010) 170,1024/ insgesamt ca. 65,000 Teilnehmer) „fanden keinen Vorteil bei Gesamtsterblichkeit (bei sogenannten Statinen) .
Ein anderer Studien Review geht noch stärker ran: sagt sinngemäss: Daten geben keinen Hinweis auf einen Effekt zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkankungen, allerdings Besorgnis wie man Studie schönen ḱann. Zu diesem “Nutzen“ hier noch zu Risiken chemischer Cholesterin Senker.
Rückenschmerz und Stress
July 24, 2010Rückenschmerzen können recht unterschiedliche Gründe haben. Häufige organische Ursachen sind u.a. Funktionsstörungen der Wirbelsäulen-Gelenke sowie Bandscheiben-Schäden. Häufig ist aber die Ursache “nur” eine muskuläre „Verspannung“ durch psychischen Stress. Hier liegt also für die Schmerzen kein greifbarer organischer Befund an der Wirbelsäule vor. Vielmehr kann man dies als eine Art „Übertragung“ aus einer “gedrückten” oder “angespannten” Stimmung auffassen, die z.B. durch Angst oder Ärger entstehen kann. Die Gefühle verlagern sich daher gewissermassen auf eine körperliche Ebene.
Hier liegen daher auch Hilfsmöglichkeiten. So belegen Studien, dass auch psycho-therapeutische Massnahmen zur Besserung von Rückenschmerzen beitragen können. Ein ähnlicher (allerdings medikamentös bedingter) Weg scheint ja auch für die Tranquilizer vorzuliegen, die über ihre “Angstlösung” dann auch Muskelverspannungen beeinflussen. Gleiches gilt für körperliche “Entspannungstechniken”, z.B. Muskelrelaxation oder auch Yoga. Zudem: Bei Rückenschmerz sind leichte gymnastische Bewegungen hilfreicher als nur strenge Schonung. “Entspannung” durch “Anti-Stress Massnahmen” kann daher auch schon erheblich zur Besserung von Rückenschmerzen beitragen
Stress – “Tranquilizer”
July 20, 2010Bestimmte Arzneimittel zur “psychischen Entspannung” werden als “minor Tranquilizer“ bezeichnet. Ihr Beginn kann im wesentlichen auf die in den 1960er Jahren entstandene chemisch neue Gruppe “Benzodiazepine” zurückgeführt werden. Zuerst entstand ein Stoff Chlordiazepoxid (“Librium”), dem u.a. Diazepam (“Valium”) folgte. Schon in ersten Anwendungen war auffällig, dass Tiere durch diese Stoffe ihre Ängstlichkeit und Aggressivität verloren. Daher sprach man zunächst von „zähmendem“ Effekt. Durch Ermittlung ihres Angriffspunktes im Gehirn ließ sich auch die Rolle des sogenannten “limbischen Systems” (“emotionales Gehirn”) besser verstehen. Sein Einbezug bei Angst und Aggression zeigte sich bei Dämpfung dortiger Strukturen. So konnte dann der „tranquilisierende“ („beruhigende“) Effekt weiter ausgearbeitet werden. “Anti-depressive” Wirkungen ließen sich aber nicht finden.
Seitdem werden diese Stoffe medizinisch als „Tranquilizer“ (“Beruhigungsmittel”) und “Anxiolytika“ (‘Angst-Löser’) genutzt, also gegen Beschwerden, die durch Angst, „Verspannung“, “innere Unruhe” hervorgerufen sind. Da Wechsel-Beziehungen zwischen Angst, muskulärer Verspannung und Schmerz bestehen kommen sie auch bei verschiedenen, körperlich schmerzhaften, „Verspannungs-Zuständen“ zum Einsatz.
Stress und Oxytocin
July 14, 2010Während Männer ihre täglichen Herausforderungen eher bekämpfen, oder schon mal vor ihnen flüchten, gehen Frauen ihren Stress scheinbar etwas anders an. Darauf weisen auch Forschungs-Ergebnisse der US Universität Los Angeles hin. Hiernach setzen Frauen mehr auf Gespräche und Hilfen.
Eine Ursache hierfür könne das Hormon Oxytocin sein. Dieses aktiviert nicht nur den weiblichen Körper im Orgasmus sondern wirkt auch psychisch ausgleichend. Übrigens: Nach eigenen Befunden wirkt Oxytocin auch angstlösend und antidepressiv. Männer produzieren zwar ebenfalls Oxytocin, doch möglicherweise schwächen hier die männlichen Sexualhormone dessen Wirkung ab.
Rückenschmerz – Glucosamin nicht besser als Placebo
July 8, 2010Der Stoff Glucosamin hilft bei chronischem Rückenschmerz nicht besser als ein Placebo (Scheinmedikament). Zu diesem Schluss kommt eine neue klinische Studie im Journal of the American Medical Association. Mittel mit diesem Stoff, der in vielen so-genannten Supplementen enthalten ist, werden daher für dieses Krankheitsbild nicht empfohlen.
Wie hier schon früher bei Schmerz und Placebo mitgeteilt, ist Schmerz ja auch ein Phänomen das erhebliche Reaktionen auf Placebos zeigen kann.
Zuschauer-Stress – erhöhte Herz-Gefahr?
July 5, 2010Diese Frage taucht ja bei jeder Fussball WM auf, ebenso dazu “neueste medizinische Studien” Also: Das “Herz-Risiko” ist beim Fussball-Zusehen nicht höher als bei jeder anderen Stress-Situation. Menschen, die hierbei Herz-Probleme bekommen sind meist schon durch anderweitigen (chronischen) Stress vorgeschädigt, z.B. durch Verengung (”Verkalkung”) ihrer Herzkranz-Gefässe. Für diese kann daher, jede, „Stress-Spitze“ auch eher die Durchblutung gefährden und hierbei ein verengtes Blutgefäss im Herz verschliessen – was der bekannte Herz-Infarkt ist.
So etwas kann natürlich nicht nur im Stress beim Elfmeter-Schiessen im Fussball auftreten, sondern auch bei jedem stressigen Streit zu Hause. Also als vorbeugende „Therapie”: Bei jeder falschen Schiedsrichter-Entscheidung oder auch mal einem verlorenen Spiel. “Das Leben geht weiter” daher möglichst locker bleiben.
Mittel bei Schmerz und Stress
June 24, 2010Links zu Fakten, aktuellen Aspekten oder kritischen Kommentaren über besonders häufig eingesetzte Medikamente und Mittel gegen Schmerz, Stress, Verspannung.
Analgetika (“Schmerzhemmer”) , Antiphlogistika (“Entzündungshemmer”) – Risiko Infarkt und Schlaganfall, Acetylsalicylsäure (Aspirin), Aspirin und Schlaganfall, Aspirin und Diabetes, Diclofenac (Voltaren), Voltaren Gel – Nebenwirkungen, Schmerzmittel und Sport, Ibuprofen, Paracetamol (Acetaminophen), Lokalanästhetika, Tranquilizer, “Stress-Doping”, Depression und Oxytocin, Opoide.
Wird von Zeit zu Zeit fachlich aktualisiert und ergänzt.
Frauen weniger “wehleidig”?
June 21, 2010Auch bei Schmerz gibt es Mythen. So betrachten sich Frauen insgesamt oft als weniger „wehleidig“. Aber: Zumindest vom reinen Schmerz-Empfinden her, gibt es kaum Unterschiede zwischen Frau und Mann. In wissenschaftlichen Studien fand sich (statistisch) sogar eher eine Tendenz zu höherer Schmerz-Empfindlichkeit bei Frauen.
Möglicherweise beruht der “Wehleidigkeits-Mythos“ auch auf unterschiedlichen Lebens-Sichten. Frauen gehen mit dem Problem Schmerz wohl insgesamt weniger dramatisch um, sowie auch oft couragierter (“Geburts-Schmerz”). Mag daran liegen, dass sich Männer mehr um den Erhalt ihrer traditionellen Positionen als “Versorger“ und “Kämpfer” sorgen, damit um ihre Unabhängigkeit. Krankheit oder Verletzung gefährdet ja Erhalt ihrer Arbeit, erzeugt ihnen Abhängigkeiten von Anderen und damit Zukunfts-Ängste. Ich denke wir können aber auch alle ganz gut damit leben, dass es in diesem Punkt – insgesamt – zwischen Mann und Frau unentschieden steht.
Schmerzmittel und Sport
June 10, 2010Verletzungen sind mehr oder weniger ein “normaler” Bestandteil im alltäglichen “Sport-Geschäft”. Das gilt gerade bei unseren “Kampf-Sportarten”. Also dann folgt eben mal rasch der Griff zur Schmerz-Salbe, Kältespray, Aspirin usw. Aber auch solche Abhilfe hat manchmal ihren Preis. Und man muss ja auch der Werbung nicht unbedingt alles glauben.
Wie es gerade die Profis wissen: Geeignete Vorbereitungen beim Sport, z.B. “Aufwärmen”, es langsam angehen lassen und “mentalen Dampf” etwas zurückfahren, kann durchaus schon manchem Schaden an Muskeln, Knochen und Bändern vorbeugen.
Anti-Stress Aktion – Fussball
June 7, 2010Zu der Anti-Stress Aktion “Sport statt Gewalt” (“Sport statt Stress”) gibt es nun auch eine kleine Fussball-Version “Goal”. Viel Spass.
Die Leitfiguren der Aktion als stilisierte „Fußball-Version“ können hier auch kostenlos als Wallpaper heruntergeladen werden.
Aspirin – Vorsicht Diabetiker
June 6, 2010Ein gemeinsames Statement der US Diabetes Union, American Heart Association und American College of Cardiology warnte nun vor unkritischer Aspirin-Einnahme bei Diabetikern zwecks “Vorbeugung” Herzinfarkt. Insbesondere ist Aspirin nicht empfohlen bei Diabetikern mit erhöhtem Blutungsrisiko oder mit niedrigem Herzrisiko.
Auch eine japanische Studie zur Vorbeugung von Arteriosklerose bei Diabetikern zeigte für Aspirin keinen Nutzen. Ebenso warnten schon verschiedene wissenschaftliche Studien vor Aspirin-Einnahme bei Patienten mit symptomloser Arteriosklerose. Siehe auch Schmerzmittel “Antiphlogistika” – Risiko Infarkt und Schlaganfall
Weniger Stress – Gesünderer Sport
May 27, 2010Zur körperlichen Gesundheit gehören nicht nur Sport und Training sondern auch emotional ausgeglichene Stimmung. Diese senkt Stress-Empfindlichkeit. Schliesslich soll Training auch Spass machen und nicht zusätzlich Stress erzeugen. Negativer Stress („Disstress”) ist ja ein tefgreifender Mechanismus. Er zeigt sich nicht nur in akuten Effekte (z.B. Blutdruck, Puls), sondern strapaziert auch das Immunsystem. Hierüber erklärt sich auch die höhere Rate an Infektionen bei dauerndem Trainings-Stress (ist bei vielen Leistungssportlern der Fall).
Zudem: Auch die körperlichen Trainingseffekte leiden bei zu starkem Stress. So findet sich hier oft erhöhte Verletzungsanfälligkeit durch muskuläre Verspannung und zu schnelle Übersäuerung.
Weniger “mentaler Dampf” ist daher sinnvoll und verringert Verletzungen. Durch positive Einstellung zur eigenen Leistung schafft man sich auch die Motivation seine Aktivitäten fortzuführen und erhält den “Spass-Faktor”.
“Schmerz weg” – mit Werbetricks?
May 25, 2010Jeder möchte seine Schmerzen schnell und ohne Nebenwirkungen wieder los werden. Das weiss auch die Werbung. Allerdings sollte man deren Behauptungen nicht so wörtlich nehmen, beispielsweise zum Voltaren® Gel (Wirkstoff Diclofenac). Dessen TV Werbung sagt grosszügig “wirkt spezifisch wo es weh tut”. Aber: Weder wirkt dieser Entzündungshemmer (Antiphlogistika) “spezifisch” auf Schmerz noch “spezifisch” an schmerzhaften Stellen. Dagegen ist sicher, dass er auch noch an Stellen wirkt wo er weder gewünscht noch gebraucht wird.
In den USA verfügte die Gesundheitsbehörde (FDA), dass in der Fachinformation zum Voltaren Gel ausdrücklich hingewiesen werden muss, dass auch Gel-Anwendung über die Haut im Gesamtkörper Nebenwirkungen hervorrufen kann. Das kam hier beispielsweise durch Auftreten schwerwiegender Leber-Schäden ans Licht. Wäre also sinnvoll wenn der Hersteller erst mal seine Werbe-Experten informiert was Schmerz ist und wie man diesen angeht. Oder weiss es auch der selbst nicht besser?
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