Arzneimitteln und Medizin
Häufiger Aspirin Einsatz – mit mehr schweren Augenschäden verbunden
Jan 25, 2012
Das Risiko auf frühe altersbedingte Makula-Degeneration ist mit dem häufigen Gebrauch von Aspirin verbunden. Wie in einer großen Europäischen Augen-Studie mitgeteilt, stieg das Risiko dabei mit höherem Aspirin Konsum. Etwa ein Drittel der Menschen mit sogenannter „feuchter“ Makula-Degeneration konsumierte Aspirin täglich, verglichen mit nur 16% bei Kontrollpersonen. Es wird daher zu Vorsicht geraten, dass Patienten regelmässig Aspirin zur „Vorbeugung“ von Herz-Kreislauf Erkrankungen nehmen.
Fettsucht – Zuckerhaltige Soda erhöht riskante Fettdepots
Jan 20, 2012 Nach eine
r dänischen Studie erhöht das Trinken von einem Liter normale Cola täglich die Menge an Fett in Leber, Muskeln und Eingeweiden. Die Forscher liessen 47 übergewichtige Personen täglich für 6 Monate entweder einen Liter Wasser, Milch, Diät-Cola oder normale Cola trinken. Am Ende hatten die Konsumenten normaler Cola ca. 25% mehr Eingeweide-Fett und etwa verdoppelte Menge an Fett in Leber und Muskeln. Nach der wissenschaftlichen Literatur ist mutmasslich der Fructose-Teil (Fruchtzucker) des Zuckermoleküls, die primäre Ursache zur Auslösung der Fett-Synthese in der Leber.
Nikotinpflaster – bessert Gedächtnisfunktion
Jan 16, 2012
Nikotinpflaster sind als ein Hilfsmittel bei Raucherentwöhnung bekannt. In einem Pilot-Test bei älteren Patienten mit beginnendem Erinnerungsverlust fand sich nun, dass sie auch positive Effekte bei Behandlung leichter kognitiver Beeinträchtigung zeigten. Patienten die über 6 Monate täglich ein Nikotinpflaster erhielten erlangten wieder ca. 46% der normalen Leistung des Langzeitgedächtnis. Im Gegensatz dazu sank dies im gleichen Zeitraum bei Patienten mit Placebo um 26%. Das Ergebnis ist nicht ganz neu: So zeigte Nikotin schon in anderen Studien Verbesserung von Aufmerksamkeit und Gedächtnis bei Alzheimer Patienten. Nikotin scheint im Gehirn Rezeptoren zu beeinflussen, die beim Gedächtnis ein Rolle spielen.
Wechseljahre – Östrogene bessern nächtliche Hitzewallungen aber nicht Schlaf
Jan 12, 2012
In einer 3-Monats-Studie wachten menopausale Frauen in der Nacht deutlich seltener durch Hitzewallungen auf wenn sie Östrogene nahmen. Jedoch blieben hierbei die Gesamtdauer an Schlaf, Qualität des Schlafes und die Tagesschläfrigkeit gleich. Somit eigneten sich die Östrogene zwar zur Abmilderung ihrer „Flush“- Beschwerden aber nicht als “Schlafmittel”.
Fettsucht – Hauptfaktor zu viele Kalorien – nicht Zusammensetzung der Nahrung
Jan 9, 2012
Nach einer neuen Studie ist überschüssige Nahrungsaufnahme, nicht deren Mischung aus Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten, Hauptgrund für Fettleibigkeit. Darüber hinaus werden Diäten mit zu niedrigem Proteingehalt als potentiell gefährlich angesehen, da sie zum Verlust von Muskelmasse führen und Protein den Energieverbrauch beeinflusst. Die Verringerung überschüssiger Kalorien wird daher auch als der Schlüssel zur Eindämmung von Fettleibigkeit angesehen.
Asthma bei Kindern – schon geringe Pollen-Konzentrationen lösen Symptome aus
Jan 5, 2012
Bei Kindern mit Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Pollen und Asthma, können bereits kleinste Mengen in der Luft Symptome auslösen. Dies besagt eine 5 Jahres Studie an über 400 Kindern mit Asthma im Alter von 4-12 Jahren. Wenn in ihrer direkten Umgebung auch nur sehr niedriger Pollenflug bestand zeigten Kinder mit solchen Empfindlichkeiten schon ein bis 37% höheres Risiko auf Atem-Symptome und Bedarf an Notfall-Medikationen.
Depression – Medikamente und Gesprächstherapie oft nicht besser als Placebo
Jan 2, 2012In ein
er Studie an über 150 Patienten mit stärkerer Depression teilte man diese für 16 Wochen entweder der Gabe eines bestimmten Antidepressivums, einem Placebo oder Gesprächstherapie (Psychotherapie) zu. Dabei fand sich, dass weder die Antidepressiva noch die Gesprächstherapie die Placebos bei Behandlung der Depressionen übertrafen. So reagierten in der Antidepressivum Gruppe ca. 31% und in der Gesprächs-Therapie ca. 28% der Patienten, in der Placebo-Gruppe waren es ca. 24%. Ein Minderheit der Benutzer von Antidepressiva schnitt sogar schlechter ab als die Placebo-Verwender. Diese „durchwachsenen“ Ergebnisse runden auch schon bestimmte andere frühere Studien mit Antidpressiva ab.
„Überaktive Blase“ – Beckenübungen helfen auch Männern
Dec 28, 2011
Die durchaus häufige sogenannte „überaktive Harnblase“ wird meist bei Frauen diagnostiziert, weniger bei Männern. Bei diesen werden solche Beschwerden und Symptome oft fälschlich unter „Prostata-Probleme“ eingestuft. Bei Frauen mit diesem Problem wird als Therapie häufig ein Beckenbodentraining eingesetzt. Eine neue Studie zeigt, dass aber auch Männer mit überaktiver Blase hiervon profitieren können: Hierbei wurden bei diesen Übungen und Verhaltenstherapien für 8 Wochen angewandt, u.a. Training der Beckenbodenmuskulatur (kurze Anspannung und Entspannung der Beckenbodenmuskulatur) sowie Einschränkung von Flüssigkeit am Abend und Kontrolle des Harndrangs in der Nacht. Diese Übungen erwiesen sich dabei als ebenso hilfreich wie Medikamente und konnten sowohl die Frequenz des Wasserlassens am Tage wie auch in der Nacht senken.
Vitamin D – Kein Effekt auf Herz-Kreislauf Sterblichkeit
Dec 24, 2011
Die Ergebnisse einer neue britischen Studie zeigten keinen Nutzen von Vitamin D auf das Auftreten von Herz-Kreislauf Erkrankungen oder Krebs sowie deren Mortalität (Sterberate). Es ergänzt eine lange Reihe von Forschungen, die gleichfalls keine solche Auswirkungen von Vitamin D fanden. Rundet auch Befunde zu zahlreichen anderen Vitaminen und Multivitamin-Präparaten ab, die gleichfalls keinen Nutzen auf Herz-Kreislauf Erkrankungen und Krebs zeigten.
Schmerztherapie – Cannabis erhöht schmerzsenkenden Effekt von Opioiden
Dec 21, 2011
Nach einer neuen kleineren Studie kann, bei Patienten mit chronischen Schmerzen, die Zugabe von Cannabinoiden zu Opioiden zu besserer Schmerzlinderung und niedrigeren Opioid-Dosen führen. Durchschnittliche Schmerzreduktion betrug hierdurch ca. 27%. Dies rechtfertige weitere Untersuchungen, da Patienten so möglicherweise mit niedrigerer Opioid Dosis auskommen können. Siehe auch früheren Artikel.
Diabetes – Nachtschicht-Arbeit – erhöhtes Risiko
Dec 16, 2011
In einer Langzeit Studie an ca. 170.000 Frauen (Krankenschwestern) mit Nachtschichten, zeigten diese höheres Risiko auf Typ-2-Diabetes gegenüber jenen die nur tagsüber arbeiten. Je länger sie in Nachtschicht arbeiteten um so höher das Risiko: Bei mindest 3 mal pro Monat Nachtschicht für 1-2 Jahre war es um ca. 5% erhöht, nach 3-9 Jahren um ca. 20% und bei 20 oder mehr Jahren fast 60%. In weiterer Analyse fand sich auch ein Zusammenhang von Nachtschicht-Arbeit mit Gewichtszunahme, was zum Diabetes-Risiko beigetragen haben könne.
Mammographie – Studie findet mangelnden Nutzen
Dec 13, 2011 Nach ein
er neuen Englischen Analyse könnte ein Screening auf Brustkrebs mit Mammographie mehr Schaden anrichten als nützen. Dafür sprechen Daten an ca. 100.000 Frauen bei denen man 2 Gruppen, eine mit Screening und die andere ohne, verglich. Danach wird für jede zweitausendste Frau, die über 10 Jahre ein regelmässiges Screening durchführt, ihr Leben verlängert, demgegenüber aber auch bei 10 gesunden Frauen, bei denen ohne Screening keine Diagnose erfolgt wäre, falsch positiv als Krebs-Patient eingestuft und unnötig chirurgisch behandelt.
Lexikon Arzneimittel: “ACE-Hemmer”
Dec 11, 2011
Eine Klasse verbreitet eingesetzter Arzneimittel, die therapeutisch insbesondere zur Senkung von erhöhtem Blutdruck eingesetzt werden. Ihr Name leitet sich davon ab, dass sie speziell das sogenannte “Angiotensin-Converting-Enzym” (ACE) hemmen.
Hinweis: Mehr Begriffe dieser “Patienten-Übersetzer” gibt es nun auch als
interaktives e-Lexikon, auf Kindle oder für PC und Handys wie iPhone, downloadbar auch als englische Version
Fibromyalgie Schmerz bei Jugendlichen – Verhaltenstherapie hilfreich
Dec 9, 2011Ther
apeutische Bewältigungsstrategien erwiesen sich bei Jugendlichen mit chronischen Fibromyalgie Schmerzen als hilfreich zur Senkung ihrer körperlichen Einschränkungen und zur Besserung depressiver Symptome. Hierzu verglich man in einer Studie zwei Gruppen von Jugendlichen. Eine erhielt für 6 Monate eine Verhaltenstherapie, die andere nur allgemeine Informationen über ihren Zustand. In der Verhaltenstherapie wurde gelernt Techniken anzuwenden um sich von Schmerz abzulenken, das Tempo von Aktivitäten einzuteilen und sich bei Angstanfällen besser zu beruhigen. Am Ende der Studie fand sich dann in der Gruppe mit Verhaltenstherapie auch eine deutlich geringere Ausprägung der Beschwerden.
Aspirin – als “Herz-Kreislauf Vorsorge” für gesunde Frauen ein unnötiges Risiko
Dec 6, 2011
Nach einer Holländischen Studie ist es für gesunde Frauen unangemessen oder gar schädlich mit regelmässiger Einnahme von Aspirin einem Herzinfarkt oder Schlaganfall „vorbeugen“ zu wollen. So zeigte die Analyse von 28.000 gesunden Frauen bei 9 von 10 der Frauen über 10 Jahre hierbei weniger als 1% Senkung ihres Risikos auf Herz-Kreislauferkrankung. Dieser praktisch nicht vorhandene “Effekt” des Aspirin ist daher hierfür auch keine Indikation. In Anbetracht der mit Aspirin zudem verbundenen zahlreichen Nebenwirkungen (u.a erhöhtes Blutungsrisiko, Magenprobleme) erfüllt es für solche Zíelsetzung auch nicht die Voraussetzung einer Unbedenklichkeit.
Lexikon Arzneimittel: „Überdosis“
Dec 4, 2011
Ist eine zu hohe Dosis eines Medikaments. Führt zur Überschreitung der therapeutischen Blutspiegel und kann daher Nebenwirkungen bewirken. Tritt aber auch schon bei „normaler“ Dosis auf, wenn Organe, die das Medikament ausscheiden geschädigt sind (z.B. Nieren), das Medikament jedoch weiter in unveränderter Dosis genommen wird. Gegenteil ist Unterdosierung, eine zu geringe Dosis des Medikaments mit der keine Wirkung erreicht wird.
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Energy Drinks – Anstieg an Hospital Notaufnahmen
Nov 30, 2011
Nach Aussage der “US Substance Abuse and Mental Health Services Administration” steigt die Anzahl Notfallaufnahmen in US Kliniken durch sogenannte Energy Drinks erheblich. Basiert auf Daten des sogenannten DAWN report (“Drug Abuse Warning Network”) Emergency Department Visits Involving Energy Drinks. Als Energy Drinks eingeordnet wurden aromatisierte nichtalkoholische Getränke mit hohem Anteil Stimulantien, z.B. Koffein. Bei 44% der Notfälle erfolgte der Konsum der Drinks zusammen mit anderen Substanzen (Alkohol, Arzneimittel, illegale Drogen), in der Mehrzahl durch Männer im Alter 18-39 Jahre. Studien zeigen auch, dass excessiver Koffein-Konsum mit Energy Drinks Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Dehydrierung bewirken kann. Kombination mit Suchtmitteln steigerte dies Risiko noch zu ernsthaften, teils lebensbedrohlichen, Situationen. Siehe auch früheren Report.
Blasen-Probleme und Östrogene in den Wechseljahren
Nov 28, 2011
In einer Langzeit-Studie zeigten postmenopausale Frauen, die langfristig Östrogen-Präparate nahmen häufiger Inkontinenz der Harnblase als jene die das Hormon nur kürzere Zeit oder nicht verwandten. So berichteten Frauen mit Östrogen-Einnahmen von 5 oder mehr Jahren drei-bis vier mal häufiger über solche Probleme mit der Blase.
Kritische Arzneimittel – Die meisten Hospital-Notfälle durch nur wenige Medikamente
Nov 25, 2011Nach ei
ner Studie führen in den USA Arzneimittel-Nebenwirkungen jährlich zu geschätzt 100.000 notfallmässigen Krankenhaus-Einweisungen von Senioren. Die Mehrzahl dieser Fälle (ca. 67%) wird nur durch eine kleine Zahl Arzneien verursacht. Dies sind insbesondere oft als „Blutverdünner“ bezeichnete Arzneien (Antikoagulantien) sowie Diabetes-Medikamente. Angeführt wurden vier Arznei-Gruppen: Orale „Antiplättchen“ Medikamente, Warfarin, Insuline und orale Antidiabetika. Fazit: Besser kontrollierter Einsatz dieser Medikamente könnte tausenden Senioren ersparen als Notfall ins Krankenhaus zu kommen.
Höheres Risiko Fibromyalgie Schmerz bei Schlafstörung
Nov 23, 2011
Frauen ohne Vorgeschichte einer Fibromyalgie entwickelten eher chronische Schmerzen im Bewegungsapparat wenn sie Probleme mit Schlafstörungen haben besagt eine neue Studie. Das Risiko auf Fibromyalgie erhöhte sich dabei mit Schwere der Schlafstörungen. Dieser Zusammenhang war bei Frauen mittleren und höheren Alters ausgeprägter als bei jüngeren Frauen.